Worüber berät eigentlich ein Kirchenvorstand, wenn er sich (in unserer Gemeinde in aller Regel einmal im Monat) trifft? Natürlich können wir nicht alle Themen hier darstellen, aber wir wollen mit regelmäßigen kurzen Berichten einen kleinen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen.
Alle Sitzungen beginnen mit einer Andacht, in aller Regel gehalten von Pastor Janssen. Es folgen die üblichen Formalia: Feststellung der Beschlussfähigkeit, Genehmigung des Protokolls etc. Die Sitzungen enden mit dem Abendsegen oder Gebet.
Wie in vielen Sitzungen nicht nur des Kirchenvorstands standen Personalfragen im Zentrum dieser ersten Sitzung unseres KV im neuen Jahr. Pastor Janssen sprach in seinem "Bericht aus dem Pfarramt" über die Schwierigkeiten regelmäßige Gottesdienste in allen Gemeinden sicherzustellen.. Dabei darf nicht vergessen werden, dass wegen der pfarramtlichen Verbindung mit der Apostegemeinde auch die dortigen Predigtstätten versorgt werden sollen (Beienrode, Benniehausen, Gelliehausen, Kerstlingerode, Rittmarshausen, Wöllmarshausen). Er führte im Weiteren aus, dass es oft auch schwierig sei, für jeden geplanten Gottesdienst eine Organistin oder einen Organisten zu finden. Das hat manchmal zu Folge, dass Gottesdienste zeitlich verschoben werden müssen. Der KV beriet über die Frage, wie wir die Koordination mit unserer Partnergemeinde Apostel verbessern können. Darüber hinausgehend ist die Frage, wie wir die Kooperation mit den anderen Gemeinden der Region weiter entwickeln können und welche Rolle dabei dem Regionsvorstand zukommt.
In diesem Zusammenhang berichtete Pastor Janssen auch aus der Dienstbesprechung der Pastorinnen und Pastoren an der dieses Mal auch der Geschäftsführende Ausschuss der Region teilnahm. Zentrales Thema auch dieser Sitzung: Personalfragen. In absehbarer Zeit gehen mehrere Pastoren aus der Region in Ruhestand. Es gibt wenig angehende Pastorinnen und Pastoren und die Region Gleichen/Göttingen Süd konkurriert dabei nicht nur mit den anderen Gemeinden des Kirchenkreises, sondern mit Stellenangeboten im gesamten Bereich der Landeskirche. Wie also müssen Stellen beschaffen sein, die Bewerberinnen und Bewerber interessieren, damit auch zukünftig eine pastorale Versorgung der Gemeinden der Region sichergestellt werden kann.
Überlegungen zur Zusammenlegung der Sekretariate der Kirchengemeinden gehen in dieselbe Richtung: wie viele Büros in unserer Region wird es zukünftig geben können und an welchen Orten werden sie sinnvollerweise sein? Diese Frage wird schon seit längerem in einem speziellen Arbeitskreis bearbeitet, in dem alle Sekretariate der Region vertreten sind. Vereinheitlichung auch der Öffentlichkeitsarbeit: ist ein weiteres Thema. Wenn es aber mindestens teilweise gemeinsame regelmäßige Veröffentlichungen für die Region geben soll müssen die Erscheinungsweisen der Hefte synchronisiert werden - vielleicht zukünftig auf nur drei Hefte im Jahr. Auch über diese Fragen ist in der Sitzung beraten worden, nicht immer mit einem abschließenden Ergebnis
Fusion auf allen Ebenen scheint vielfach die Lösung. Die Region Göttingen Innenstadt hat es vorgemacht. Allerdings ist die Situation auf dem Land schon wegen der größeren Distanzen eine sehr andere als in der Innenstadt. Auf allen Ebenen und für alle kirchlichen Bereiche wird also versucht, auf die stark abnehmenden finanziellen und personellen Ressourcen zu reagieren. Der KV entwickelt hierzu Positionen, die dann auch in die entsprechenden Gremien auf den Ebenen der Region, des Kirchenkreises und schließlich der Landeskirche eingebracht werden.
Die Arbeitsgruppe das Kirchenvorstands zum Thema „Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt“ hat über den Fortgang der Arbeit berichtet und nochmals auf den Fragebogen hingewiesen, den die Gruppe entwickelt hat.
Und wie immer waren im Verlauf der Sitzung eine Reihe praktischer Fragen zu klären und gegebenenfalls entsprechende Beschlüsse zu fassen:
- Der KV möchte für die bestehenden Informationstafeln in Klein Lengden an der Kirche und in Groß Lengden am Ortseingang gerne weitere Informationstafeln anschaffen um präzieser auf anstehende Veranstaltungen hinweisen zu können. Insbesondere regionale Veranstaltungen können im Moment nicht gut angekündigt werden.
- Der KV hat eine Anfrage zur Gestaltung des Volkstrauertages und der Beteiligung der Kirchengemeinde erhalten und beraten
- Auch die fünf KITA Verbände des Kirchenkreises haben fusioniert und sich zu einem Verband zusammengeschlossen. Ilona Raupach wurde zur ersten Vorsitzenden gewählt (ein Bericht hierzu)
- Es wird über den Stand der Arbeiten in der und um die Kirche informiert. Der zeitliche Ablauf ist von großer Bedeutung, weil daran die Frage hängt, ob die Konfirmation in der Kirche in Groß Lengden stattfinden kann. Der KV hält sich die Möglichkeit offen, die Konfirmation auch in Klein Lengden durchzuführen.
- Das Kirchenläutwerk muss repariert werden. Der KV beschließt die Vergabe des Auftrags und stimmt zu einen Wartungsvertrag an eine Firma zu vergeben, mit der bereits andere Kirchengemeinden einen solchen Vertrag abgeschlossen haben.
Termin nächste Sitzung: 25.2.2026