Dankesgottesdienst (Wiedereröffnung XI)

11. September 2026
Restaurierte Turmuhr (Foto: H. Meenken) /KI Bearbeitung: Zeigerstellung
Restaurierte Turmuhr (Foto: H. Meenken) /KI Bearbeitung: Zeigerstellung
Victor bringt die Blumen (Foto: L. Heinke)
Victor bringt die Blumen (Foto: L. Heinke)

 

Am Nachmittag soll der Dankesgottesdienst stattfinden, die elfte und letzte Veranstaltung der Reihe zur Wiedereröffnung unserer Kirche. Einige Vorbereitungen sind bereits erledigt, jetzt über Mittag geht es um die Einrichtung in der Kirche: „Nein, wir nehmen kein Rednerpult, wir holen die Kanzel wieder in die Kirche, das muss ja sowieso irgendwann wieder passieren“… Ganz schön schwer das Teil… Bänke und Stühle stellen „Kann jemand die Polster und Sitzkissen holen?“.

Das Wetter ist perfekt: nicht zu heiß, aber schöner Sonnenschein, Tische und Bänke draußen aufstellen, Geschirr rausbringen, Kaffee kochen, Kuchen schneiden, und - als Überraschung: ein Frischling aus dem Holzbackofen, den Thomas Beckermann schon am Vorabend in den Ofen geschoben hat. „Wie viele Leute mögen kommen?“ „Keine Ahnung, war und ist gerade viel los im Dorf und auch sonst, vielleicht nicht so viele“. Blumen stellen, Tonanlage checken, Beamer und Leinwand einrichten, noch mal eben am Eingang den Boden wischen. Soweit für den Moment.

Die Kirche füllt sich (Foto: L. Heinke)
Die Kirche füllt sich (Foto: L. Heinke)

Nach dem Orgelvorspiel begrüßt Ulrike Weberschock - Vorsitzende des Kirchenvorstands - die Gemeinde und Gäste und beschreibt, was für heute geplant ist. Es folgt das Eingangslied: „Tut mir auf die schöne Pforte“. Pastor Janssen führt in den Gottesdienst ein. Statt der Lesung des Psalms 91 singen die Volltreffer das daran angelehnte Lied „Unter dem Schirm des Höchsten“ und eröffnen so einen ganz ungewohnten Zugang zu diesem Psalm. Nach der Lesung des Bibeltextes - Lukas 19,1-10 (Zachäus) – singen nochmal die Volltreffer „Kleiner Mann komm her / Bist Du groß oder bist Du klein“. Viel Beifall gibt es für die Auftritte.

Pastor Janssen predigt über den Lesungstext und erinnert daran, dass diese Kirche seit über 400 Jahren das Haus für die Gemeinde war und ist und nun wieder einlädt. Es braucht einen Ort, an dem Jesus, an dem Gott, uns besuchen kann. Das Haus des Zachäus war formal noch keine Kirche, aber es hatte doch die Funktion einer Kirche: man trifft sich, man feiert zusammen. Und in dem biblischen Text hat dieser Besuch auch Folgen: Zachäus ändert sein Leben. Es gibt Orte, die anders sind als andere Orte: Unsere Kirchen gehören dazu.

„Großer Gott, wir loben Dich“ ist das dazu passende Lied der Gemeinde. Nach den Abkündigungen, Dank und Fürbitten singen alle „Komm Herr, segne uns“, bevor Pastor Janssen den Segen spricht und die Volltreffer mit einem großen Dankeschön verabschiedet.

Noch während des stimmungsvollen Orgelnachspiels wird im Altarraum die Leinwand für den folgenden Teil ausgerichtet, in den Lutz Heinke vom Kirchenvorstand einleitet. Er weist in seinem Beitrag darauf hin, dass es viele Jahre gedauert hat, überhaupt die Mittel für diese aufwendige Restaurierung zu bekommen. Er wünscht sich zusammen mit Pastor Janssen und dem Kirchenvorstand, dass die Mittel gut eingesetzt sind. „Gut“ bedeutet in diesem Zusammenhang natürlich, dass die Kirche gut besuchte Gottesdienste und Andachten erleben möge. Er unterstreicht aber auch die Möglichkeit, andere Veranstaltungen in diesem Raum durchzuführen. Die sehr unterschiedlichen Veranstaltungen der vergangenen Wochen, die in dieser Kirche stattgefunden haben, sind dafür ein gelungenes Beispiel. Dafür spricht er dem kleinen Team, das diese Reihe entwickelt und teilweise durchgeführt hat, besonderen Dank aus. „Haben Sie Ideen, sprechen Sie uns an, machen Sie mit, damit diese Kirche, damit unserer Gemeinde lebendig ist und bleibt“, fordert er die Besucherinnen und Besucher auf.

Einen großen Dank spricht Lutz Heinke im Namen der Gemeinde an alle Handwerker aus, die mitgewirkt haben und überreicht den anwesenden ein kleines Präsent. Zwei Personen hebt er ausdrücklich hervor: Martina Stietenroth vom Kirchenvorstand, die in ganz besonderer Weise das Scharnier zwischen dem Kirchenvorstand und dem Architekten bildete, oder, wie dieser es formuliert: „Wir hatten praktisch eine Standleitung“. Und natürlich dem Architekten und Bauleiter Hanno Meenken selbst, der sich mit außerordentlichem Engagement für die Belange der Gemeinde eingesetzt und manches umgesetzt hat, was nicht von Anfang an im Plan stand.

In seinem Beitrag nun folgenden wird dann auch schnell deutlich, wie umfangreich die Arbeiten gewesen sind, wie viele Überraschungen das Gebäude ihm und den Handwerkern bot und wieviel Recherche, Fachwissen und handwerkliches Geschick notwendig sind, um so ein großes Vorhaben erfolgreich abzuschließen. Die ausgewählten Bilder machen die Schwierigkeiten auch den Laien deutlich und die präzisen und kompakten Beschreibungen von Hanno Meenken geben immer wieder überraschende Hintergrundinformationen. Viel Beifall erntet er für diesen ebenso kurzweiligen wie informativen und humorvollen Einblick in die lange, mühe- und liebevolle Sanierungsphase.

Draußen stehen unterschiedliche Speisen und Getränke bereit und werden gerne angenommen – Zeit für Gespräche, Austausch und Nachfragen.

Über sechzig Besucherinnen und Besucher haben zusammen mit uns gefeiert, viele Hände haben vorbereitet und hinterher mit aufgeräumt. Was für ein großartiger Abschluss dieser Veranstaltungsreihe, was für ein schönes Fest zur Vollendung der Arbeiten an der Kirche und ihrer Wiedereröffnung. Vielen Dank an alle, die da waren, und an alle, die geholfen haben.

Danke an Silke Inselmann für Korrekturen und Ergänzungen